Tipps zur Montage

Gartenhaus Montage & Aufbau

Montagetipps für Ihr Gartenhaus

Bitte beachten Sie, dass im Folgenden lediglich allgemeine Tipps & Hinweise für den Aufbau eines Gartenhaus gegeben werden. Die individuelle Aufbauanleitung, welche Sie auf den jeweiligen Produktseiten gerne vorab herunterladen können, ist bei der Montage eines Gartenhaus auf jeden Fall zu beachten und Folge zu leisten.

  • Lagern Sie den Bausatz bis zur endgültigen Montage trocken und nicht direkt auf dem Erdboden, geschützt vor Witterungseinflüssen (Nässe, Sonneneinwirkung, etc.). Ware bitte nicht in einem geheizten Raum aufbewahren!
  • Achten Sie bei der Standortwahl darauf, dass das Blockhaus nicht extremen Witterungsbedingungen (Gebiete mit starkem Wind) ausgesetzt ist, gegebenenfalls sollten Sie das Blockhaus zusätzlich mit dem Fundament verankern.

 

Im Folgenden finden Sie eine allgemeine Aufbauanleitung als Video. Eine detaillierte, schriftliche Beschreibung finden Sie darunter.

 

I. Anstrich und Pflege Ihres Gartenhaus

Holz ist ein Naturprodukt und arbeitet unterschiedlich. Merkmale wie grobe und feine Maserungen, Farbschattierungen und Veränderungen sowie Verwachsungen haben Ihren Ursprung im Wuchs des Baumes. Sie sind bei Hölzern, die in der freien Natur wachsen, normal und deshalb nicht als Fehler, sondern vielmehr als Eigentümlichkeit des Naturwerkstoffes Holz anzusehen.

Das unbehandelte Holz (ausser Lagerhölzer) wird nach einiger Zeit vergrauen, kann verbläuen und verschimmeln. Um ihr Blockhaus zu schützen, sollten Sie es mit geeigneten Holzschutzmitteln behandeln.

Um Ihr Gartenhaus optimal zu schützen, empfehlen wir die Bodenbretter vorgängig mit einer farblosen Grundierung zu behandeln. Besonders die Unterseite, welche nach der Montage nicht mehr zu erreichen ist. Nur auf diese Weise wird das Eindringen der Feuchtigkeit verhindert.

Wir empfehlen unbedingt auch Türen und Fenster mit einer Grundierung zu behandeln. Es ist sehr wichtig sowohl die Innen- als auch die Aussenseiten der Türen und Fenster auf einmal zu streichen! Andernfalls können sie sich verziehen.

Nach dem Aufbau empfehlen wir Ihnen die Aussenhaut (ohne Dach) zu Grundieren, sobald diese trocken ist sollten Sie das Haus mit einer Holzlasur streichen, die das Holz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung schützt.

Beim Anstrich benutzen Sie hochwertiges Werkzeug und Farbe, beachten Sie die Sicherheits- und Verarbeitungshinweise des Farbenherstellers. Streichen Sie nie in praller Sonne oder beim regnerischen Wetter. Lassen Sie sich ausführlich bei Ihrem Fachhändler über den Holzschutz für unbehandelte Nadelhölzer beraten.

Durch einen regelmässigen Anstrich beeinflussen Sie im Wesentlichen die Lebensdauer Ihres Gartenhauses. Wir empfehlen Ihnen auch eine halbjährliche Inspektion des Gartenhauses.

 

II. Werkzeuge und Vorbereitung der Details

Beim Aufbau des Gartenhaus brauchen Sie Folgendes:

  • Montagehelfer
  • Stehleiter
  • Hammer
  • Wasserwaage
  • Schraubenzieher
  • Säge
  • Messer
  • Bandmass
  • Zange
  • Bohrer

Hinweis: Um Verletzungen durch eventuelle Holzsplitter zu vermeiden, tragen Sie bitte während der Montage entsprechende Schutzhandschuhe.

 

Vorbereitung der Details:

Sortieren Sie das Material und legen es an den vier Seiten des Hauses entsprechend der Reihenfolge des Aufbauens bereit.

WICHTIG: Legen Sie die Hölzer nie direkt auf die Rasenfläche oder in den Schmutz, da sich die Hölzer später nur schwer oder gar nicht säubern lassen!

Gartenhaus sortieren

 

Fundament

Das Wichtigste für die Sicherheit und Haltbarkeit Ihres Hauses ist ein gutes Fundament. Nur ein absolut waagerechtes und tragfähiges Fundament gewährleistet eine einwandfreie Montage der Blockbohlen, Stabilität und vor allem Passgenauigkeit der Türen. Mit einem guten Fundament hält Ihr Blockhaus viele Jahre länger. Fertigen Sie das Fundament so, dass die Oberkante mindestens 5 cm über die Bodenfläche hinausragt, damit Ihr Haus besser vor Feuchtigkeit geschützt ist. Bitte beachten Sie dabei auch, dass das Hauses später ausreichend unterlüftet wird.


Wir machen folgende Fundamentvorschläge:
● Streifen- oder Punktfundament
● Beton- bzw. Gehwegplattenfundament
● geschüttetes Betonfundament

Bereiten Sie das Fundament so vor, dass die Lagerhölzer überall im Abstand von max. 50-60 cm gestützt sind. Lassen Sie sich ggf. von einem Fachmann beraten bzw. lassen Sie das Fundament von einem Fachmann erstellen.

 

III. Aufbau

Lagerhölzer

Die Lagerhölzer (sofern im Lieferumfang des jeweiligen Gartenhaus vorhanden) müssen absolut in der Waage und plan liegen, um eine einwandfreie Montage zu gewährleisten.

ACHTUNG: Der Fundamentplan kann bei verschiedenen Hausmodellen abweichen. Bitte beachten sie den beigefügten Fundamentplan (Siehe Technische Daten)!

Legen Sie die imprägnierten Lagerhölzer in etwa gleichem Abstand zueinander auf das vorbereitete Fundament (siehe individueller Fundamentplan). Achten Sie darauf, dass die Lagerhölzer in Waage sind und im rechten Winkel liegen, bevor sie zusammengeschraubt werden.


HINWEIS: Es ist empfehlenswert, zwischen die Lagerhölzer und das Fundament eine Feuchtigkeitssperre zu legen, die vor Nässe und Fäulnis schützt.
HINWEIS: Es ist auch zu empfehlen, die Lagerhölzer mit dem Fundament zu verankern. (Verwenden Sie dafür z.B. Stahlwinkel, Betonanker o. Ä.) Dieses Material gehört nicht zum Lieferumfang!

Montage von Lagerhölzern:

Montage der Lagerhölzer

 

Wände

Beim Aufbau der Wände ist es wichtig zu wissen:

  • Die Wandbohlen werden immer mit der Feder nach oben zeigend zusammengesteckt!
  • Beim Bedarf benutzen Sie das Schlagholz und den Hammer! Nie mit dem Hammer direkt auf die Feder schlagen!

Die Wandpläne (Siehe Technische Daten) zeigen Ihnen den Aufbau der Wände. Als erstes verlegen Sie die halben Bohlen der Vorder- und Rückwand und befestigen Sie sie mit Schrauben an die Lagerhölzer. Danach legen Sie die Seitenwandbohlen in ihre Position. Hierbei beachten Sie, dass der erste Bohlenkranz etwas über den Lagerhölzern steht: die Bohlen sollten ca. 3-5 mm über den Lagerhölzern überstehen. Dies ergibt eine Tropfkante und schützt vor Nässe.

WICHTIG: Nach dem ersten Bohlenkranz, die Diagonale messen und gegebenenfalls neu ausrichten! Nur, wenn die Diagonalmasse millimetergenau übereinstimmen, ist der Rahmen im Winkel und Sie können diesen dann auf einander befestigen. Beim Bedarf neu ausrichten.

Bohlenkranz

Fahren Sie fort indem Sie die nächsten Bohlen fest ineinander stecken. Beim Bedarf verwenden Sie das Schlagholz und den Hammer. Vergessen Sie aber auch nicht, mit der Montage der Fenster und Tür zu beginnen. Den Einbau der Tür sollten Sie unbedingt schon nach der 5.-6. Bohlenschicht vornehmen.

 

Tür und Fenster

Türrahmen (nur bei Doppeltür nötig)

  • Bei der Doppeltür werden die Rahmenteile aus Transportgründen lose geliefert und müssen zuerst zusammenmontiert werden.
  • Hierzu fügen Sie die vier Rahmenhölzer der Doppeltür zusammen und verschrauben Sie diese.
  • Beachten Sie, dass das Rahmenteil mit den tieferen Rahmenausfräsungen an die obere Seite der Tür kommt. Die seitlichen Rahmenteile sind mit Scharnieren und spiegelbildlich.
  • Es ist empfehlenswert, die Türenblätter erst später einzuhängen.
  • Bei der Einzeltür sind die Rahmenteile und das Türblatt schon zusammenmontiert.

 

Montage des Türrahmens

 

Montage der Tür

Der Rahmen wird von oben in die entstandene Öffnung geschoben und fest auf die unterste Bohle gedrückt. Bei einem Haus mit Doppeltür hängen Sie nun die Türblätter ein. Montieren Sie nun die separat verpackten Türgriffe, so dass Sie die Tür öffnen können.

Montage der Tür

Montage der Fenster

Fahren Sie fort, die Wände hochzuziehen, bis Sie zur Fensterhöhe gelangen. Aus den Wandplänen (siehe Technische Daten) wird ersichtlich, wie viele Bohlen unter den Fenstern sind. Beim Einsetzen der Fenster verfahren Sie genauso wie bei der Tür. Schieben Sie den Fensterrahmen mit dem Fenster über die Bohlen und drücken Sie diesen ganz fest auf die untere Bohle. Achten Sie darauf, dass das Fenster nicht auf dem Kopf stehend eingebaut wird. HINWEIS: Bei den Fenstern und Türen bitte unbedingt auf die Einbaurichtung achten. Die Türen gehen immer vom Innenraum des Hauses nach aussen auf. Die Dreh-Kipp-Fenster gehen nach innen auf. Die Hänge- und Drehfenster gehen nach aussen auf (Fenstergriffe sind innerhalb des Hauses).

WICHTIG: Es ist nicht nötig, die Tür und Fenster an die Wandbohlen zu befestigen. Wenn sie es wünschen, dann befestigen Sie diese mit ein oder zwei Schrauben nur im unteren Bereich der Rahmen, damit die Wandbohlen sich beim Trocknen setzen können.
Das endgültige Einstellen der Tür kann erst in ca. 2 bis 3 Wochen erfolgen, nachdem das Holz sich dem Klima angepasst hat und die Wandbohlen sich gesetzt haben.

 

Giebel

Das Giebeldreieck besteht meistens aus einem Stück. (Achtung: Das Giebeldreieck kann modellbezogen auch mehrteilig sein! In diesem Fall müssen die Teile zuerst miteinander verschraubt werden.) Nachdem die letzten Wandbohlen montiert sind, werden die Giebeldreiecke auf die Vorder- und Rückwand aufgesetzt und mit den Schrauben befestigt. In den Giebeldreiecken sind Aussparungen, worin die Dachpfetten eingelassen werden. In den Pfetten sind ebenfalls Aussparungen, so wird ein Verrutschen des Daches verhindert. Fügen Sie nun die Pfetten, in die dafür vorgesehenen Ausschnitte der Giebel ein. Prüfen Sie, ob die Verbindungsstellen zwischen Giebel, obersten Wandbohlen und Dachpfetten eine plane Fläche bilden. Nachdem die Pfetten eingepasst wurden, werden diese von oben mit dem Giebel verschraubt.

Montage der Dachpfetten

 

WICHTIG: Wenn die Oberseiten der Pfetten mit dem Giebel nicht bündig abschliessen, sollten Sie entsprechend die Wandbohlen nach unten klopfen oder den Giebel bzw. die Seitenwandbohle etwas nachhobeln.

 

Dach

Vor dem Verlegen der Dachbretter ist darauf zu achten, dass das Haus hundertprozentig in Waage steht. Überprüfen Sie mittels einer Wasserwaage alle 4 Seitenwände.

WICHTIG: Der Dachbelag darf nur über eine standfeste Leiter aufgebracht werden. Das Dach darf nicht betreten werden, da die Konstruktion für eine Gesamtbelastung (Schnee, Wind etc.) ausgelegt ist und nicht für eine Punktbelastung.

Beginnen Sie mit dem Verlegen der Dachbretter von der Vorderseite des Hauses. Klopfen Sie die einzelnen Bretter leicht zusammen und vernageln Sie diese oben und unten an die Dachpfetten und an die oberste Wandbohle.

WICHTIG: Beachten Sie bitte, dass die Dachbretter nicht zu dicht aneinander befestigt werden, damit durch Feuchtigkeit verursachte eventuelle Aufwölbungen vermieden werden. Lassen Sie ca. 1 mm Abstand zwischen den einzelnen Brettern, damit das Holz noch etwas arbeiten kann.

  • Achten Sie beim gesamtem Dach auf absolute Parallelität der Traufenkanten bei gleichbleibendem Überstand und gleichmässiger Auflage auf der Firstpfette. Dieses prüfen Sie bitte mit einer Schnur oder dem seitlichen Traufenbrett, welches Sie zur Kontrolle anlegen.
  • Die Dachbretter müssen vorne und hinten mit den Dachpfetten bündig abschliessen. Beim Bedarf die letzten Dachbretter entsprechend schmaler sägen.

Wenn die Dachbretter verlegt sind, müssen Dachpappe und Dachabschlussleisten angebracht werden. Ob Dacheindeckung und -abschlussleisten zum Lieferumfang gehören, finden Sie in der Stückliste. Zuerst schrauben Sie die Dachrandverstärkungen und
Dachrandleisten unter die Enden der Dachbretter (Falls im Lieferumfang). Danach verlegen Sie die Dachpappe.

Montage der Dachleisten

 

Dachpappe (falls im Lieferumfang enthalten)

Schneiden Sie für die Dacheindeckung die Bahnen entsprechend der Dachlänge von der mitgelieferten Dachpappe ab. Beginnen Sie mit der Befestigung der Bitumenbahnen an der unteren Seite des Daches, indem Sie die Bahnen längs von der Hinter- zur Vorderwand verlegen. Lassen Sie die erste Bahn seitlich ca. 2-4 cm überstehen (Tropfkante). Befestigen Sie die Dachpappe mit gelieferten Dachpappenstiften ca. 15 cm Abstand. Beachten Sie bei der Anbringung der nächsten Lagen, dass diese mindestens 10 cm über die vorherige Lage überlappen.

Nach dem Einlegen der Dachpappe erfolgt die Montage der Windbretter und die Befestigung der Giebelblenden an die Pfetten und obersten Wandbohlen.


Montage der Windbretter und Giebelblenden

 

Fußboden (falls im Lieferumfang enthalten)

Erst wenn das Haus komplett aufgebaut wurde, erfolgt das verlegen der Fussbodenbretter, dadurch vermeiden Sie eine unnötige Verschmutzung des Fussbodens. Legen Sie die Fussbodenbretter auf die Lagerhölzer, klopfen Sie diese leicht zusammen und befestigen Sie diese danach fest mit den Nägeln auf die Lagerhölzer. Beim Bedarf die letzten Bretter durch Schneiden anpassen. Zum Abschluss wird im Innenraum die Verleistung für den Fussboden angebracht, um evtl. Fugen an den Wänden abzudecken. Die Leisten müssen ggf. durch Zuschnitt eingepasst werden.

WICHTIG: Aufgrund der unterschiedlichen klimatischen Verhältnisse, wo das Haus aufgestellt ist, können auch Fussbodenbretter unterschiedlich arbeiten. Wenn die Fussbodenbretter sehr trocken sind, das Klima aber feucht, nehmen sie leicht Feuchtigkeit auf. Deswegen ist es ratsam, die Bretter nicht zu dicht nebeneinander zu befestigen, dadurch können Sie eventuelle Aufwölbungen vermeiden. Lassen Sie ca. 1-2 mm Abstand zwischen den einzelnen Brettern, damit das Holz arbeiten kann. Wenn das Klima aber heiss und trocken ist, können Sie die Bretter dicht nebeneinander legen, denn sie trocknen noch mehr aus und es entstehen Spalten zwischen den Brettern.

 

Sturmleisten (falls im Lieferumfang enthalten)

Die Sturmleisten müssen im Innenraum mit den mitgelieferten Schlossschrauben an die Vorder- (2 St.) und Rückwand (2 St.) montiert werden. Hierfür ist es erforderlich, die Bohlen vorher zu durchbohren. Bitte beachten Sie hier die auf der Zeichnung gegebenen Abstände, damit es später keine Probleme mit dem Arbeiten des Holzes gäbe.

HINWEIS: Beachten Sie, dass die Sturmleisten oben an die Giebelbohle und unten in der Mitte der ersten ganzen Wandbohle befestigt werden. Beim Bedarf schneiden Sie die Leisten von der oberen Seite kürzer. Die Schlossschrauben dürfen nur Handfest angezogen werden, damit das Holz weiterhin arbeiten kann. Wenn das Haus sich gesetzt hat, müssen die Befestigungen reguliert werden, damit die Wandbohlen sich nach unten setzen könnten.

Montage der Sturmleisten

 

Allgemeine Tipps:

Problem: Es entstehen Spalten zwischen den Bohlen.

Ursache: Es sind zusätzliche Details an den Wänden angebracht, die das Verarbeiten des Holzes verhindern.
Lösung: Wenn Fenster/Tür mit Schrauben/Nägeln an die Wandbohlen befestigt sind, sie entfernen. Wenn die Sturmleisten zu fest an die Bohlen geschraubt sind, sie flexibel montieren. Wenn eine (Wasser)Leitung an der Wand montiert ist, die Befestigungen flexibler montieren.


Problem: Fenster und Türen klemmen

Ursache: Das Haus/Fundament hat sich gesenkt
Lösung: Überprüfen, ob das Haus in Waage steht. Lagerhölzer und Wände wieder in einen waagerechten Zustand bringen.

Ursache: Fenster und Türen sind wegen der Feuchtigkeit geschwollen
Lösung: Die Tür-/Fensterscharniere regulieren; beim Bedarf die Tür/Fenster schmaler hobeln.