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So verlegen Sie Bitumenschindeln richtig

Dachschindeln verlegen: Schritt für Schritt zur neuen Überdachung

Das Frühjahr ist da und die Nässe weicht den warmen Sonnenstrahlen. Jetzt ist die Zeit gekommen, den Garten und das Gartenhaus wieder fit zu machen. Bei einem Blick in das Häuschen stellen Sie schnell eine feuchte Stelle an der Decke oder nasse Flecken am Boden fest. Die eindeutige Diagnose: Das Dach ist undicht.

Damit Sie Ihren gemütlichen Rückzugsort im Grünen wieder genießen können, müssen Sie nun neue Dachschindeln verlegen und die Konstruktion so wieder sicher abdichten. Alles, was Sie darüber wissen müssen, und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung haben wir Ihnen in unserem Ratgeber zusammengefasst.

Was sind Dachschindeln?

Dachschindeln werden auch Bitumendachschindeln genannt. Diese bestehen aus einer Glasvlieseinlage, die beidseitig mit Bitumen beschichtet wird. Durch das Bitumen wird die Schindel zu einem absolut dichten und hochwertigen Dacheindeckungsmaterial. Auf der Oberseite der Bitumenschindel bringt man während der Produktion ein UV-beständiges farbiges Granulat auf.

Dachschindeln können auf Dächern mit unterschiedlichen Neigungen verlegt werden. Angefangen von leicht abfallenden Dächern ab 15° bis hin zu Steildächern von bis zu 85° Grad Dachneigung. Nahezu jeder Carport und sämtliche Arten von Gartenhäusern können mit Schindeln eingedeckt werden. Sogar die Form von Pyramiden und Pavillons stellen hierbei keine Einschränkung dar.

Verschiedene Arten von Dachschindeln

Um ein Dach neu zu decken, können Sie sich für Dachschindeln entscheiden, die ohne großen Aufwand zu verlegen sind. Je nach Größe Ihres Hauses können Sie im Onlineshop von Holzwurm Obersayn zwischen zwei unterschiedlichen Varianten wählen.

Biberschwanzdachschindeln

Die halbrunde Form erinnert an einen Biberschwanz. Eine gerade hintere Kante läuft vorn abgerundet zusammen. Diese Dachschindeln sind ideal, wenn steile Dächer neu gedeckt werden sollen. Dabei erstrecken sich die einzelnen Reihen immer versetzt zueinander. Außerdem überlappen die Schindelreihen. Vor allem Bauernhäuser werden und wurden mit dieser Art gedeckt. Der Materialaufwand ist dafür allerdings höher als bei modernen Formen.

Biberschwanzdachschindeln

Rechteckdachschindeln

Gartenhäuser sind in der Regel nicht sehr groß und können mit den rechteckigen Dachschindeln kostengünstig gedeckt werden. Sie werden Kante an Kante verlegt und sind dadurch besonders ökologisch und wirtschaftlich. Rechteckdachschindeln können mit einer selbstklebenden Unterseite befestigt oder genagelt werden.

Rechteckdachschindeln

Vorteile von Bitumendachschindeln

Im Vergleich zu herkömmlichen Dacheindeckungsmaterialien wiegen Schindeln wesentlich weniger und sind dadurch eine perfekte Eindeckung für geneigte Dächer mit einer leichteren Dachkonstruktion wie z. B. bei Gartenhäusern, Carports, Holzgaragen, Gerätehäusern, Schwimmbadhäusern, Wochenendhäusern oder Pferdeställen.

Schindeln können in jeder Klimazone eingesetzt werden. In Gebieten mit sehr niedrigen Temperaturen haben sie sich ebenso als Premiummaterial bewährt wie in Gebieten mit sehr hohen Temperaturen bzw. in feuchten Klimazonen oder windigen Gebieten. Durch die bündige Auflage der Schindeln auf der Holzschalung wird verhindert, dass Ungeziefer, beispielsweise Spinnen oder Wespen, durch die Dachhaut dringen und sich einnisten. Das UV-beständige Granulat auf der Oberseite der Schindel ist in einer Vielzahl von unterschiedlichen Farben erhältlich. Neben ästhetischen Gesichtspunkten begeistert es auch durch Funktionalität: Es dient als idealer Schutz und Garant für eine lange Produktlebensdauer.

Gestaltungsmöglichkeiten mit Dachschindeln

Ist das Dach undicht oder die Bedeckung veraltet, sollten Sie einen Austausch vornehmen. Mit einer Neueindeckung können Sie sich auch gleich für ein neues Design entscheiden. Das kann je nach Art der verwendeten Dachschindel variieren.

Biberschwanzdachschindeln können überlappend angeordnet werden, die Reihen sind versetzt, sodass eine schöne Optik entsteht. Dabei erzeugen unterschiedliche Farben einen außergewöhnlichen Effekt. Soll Ihr Gartenhaus ein besonderes Flair erhalten, sind Biberschwanzdachschindeln eine gute Wahl.

Mögen Sie einen geradlinigen Stil, sind Rechteckdachschindeln ideal. Sie werden Kante an Kante auf dem Dach verlegt. Auch hier lassen sich verschiedene Farben verwenden, die dem Dach eine außergewöhnliche Optik verleihen.

Weitere Gestaltungsideen lassen sich mit Sechseckdachschindeln verwirklichen. Sie wirken verspielt und sind selbst für kleine Dachelemente wie Erker oder Türme geeignet. Schwarz, Rot oder Grün sind die häufigsten Farben, die Sie zum Verlegen von Dachschindeln nutzen können und die Ihren Stil wiedergeben.

Die Unterschiede zwischen Dachschindeln und Dachpappe von der Rolle

Bei der Neueindeckung eines Gartenhauses stellt sich häufig die Frage, welches Material sinnvoll ist: Dachpappe von der Rolle oder einzelne Dachschindeln? Beides dient als sicherer Wetterschutz und sorgt für die notwendige UV-Beständigkeit. Das Baumaterial besteht in beiden Fällen aus Bitumen.

Dachpappe dient jedoch nur als Erstbelag, um den Dachbrettern einen Grundschutz vor dem Wetter zu ermöglichen. Dachschindeln hingegen sind ein Endbelag, der Dächer dauerhaft sehr gut schützen. Idealerweise verlegen Sie erst eine Bahn Dachpappe und darauf dann eine weitere Bahn, bestehend aus Bitumendachschindeln. So schützen Sie Ihr Haus ideal.

Die Dachpappe wird in geraden Bahnen ohne Unterbrechung auf dem Dach verlegt. Mit Dachschindeln lässt sich hingegen ein individuelles Muster erstellen.

Unsere Dachschindeln von Holzwurm Obersayn sind ein Qualitätsprodukt und somit die clevere Lösung für Ihr Dach. Sie tragen das CE-Zeichen und sind konform zu den europäischen Standards. Zusätzlich werden die Produkte kontinuierlich von unterschiedlichen europäischen Laboren überwacht.

Dachschindeln verlegen – die Vorbereitungen

Bevor Sie Ihrem Dach neue Dachschindeln verpassen, müssen Sie die alte Bedeckung vollständig entfernen. Sie hat Ihrem Dach lange Zeit den nötigen Wetterschutz gegeben und ist durch Regen und Wind beschädigt worden. Doch über den Nutzen von der Entfernung scheiden sich die Geister. Wir raten Ihnen, die alten Dachschindeln oder die alte Dachpappe vor allem aus gesundheitlichen Gründen und Aspekten der Sicherheit zu entfernen und sie über einen Wertstoffhof zu entsorgen. Alte Dachbedeckungen beschweren das Dach nicht zur zusätzlich, bis die Traglast überschritten wird, sie stellen auch in Sachen Brandschutz ein hohes Risiko dar.

Ehe Sie mit den Arbeiten beginnen, müssen Sie außerdem die Menge an Dachschindeln berechnen, die Sie dafür benötigen. Sie kann je nach Dachart stark variieren. Bei einem Flachdach bestimmen Sie die Quadratmeter Ihrer Dachfläche und können die gewünschte Menge kaufen. Bei einem Satteldach reicht es aus, eine Dachseite auszumessen und das ermittelte Ergebnis zu verdoppeln, sodass beide Dachseiten neue Dachschindeln erhalten.

Wenn Sie auf der Suche nach Dachschindeln sind, müssen Sie beim Kauf darauf achten, dass sie mit der DIN EN 544 und einem CE-Zeichen gekennzeichnet sind. Zudem müssen sie den Anforderungen der Bauaufsicht entsprechen.

Befestigen der Dachrinne

Bevor Sie das Dach decken, bringen Sie die Dachrinne an. So kann das Regenwasser ablaufen und das Gartenhaus bleibt jederzeit trocken. Die gängigste Methode sind Dachrinnen aus Kunststoff, da sie sich schnell befestigen lassen.

Die Dachrinne wird nach dem Anbringen der Traufbleche mit der Konstruktion verbunden. Dachrinnen aus Kunststoff werden mit Rinnenhaltern in der Position gehalten. An den jeweiligen Enden der Traufbleche werden mit einem Sicherheitsabstand von zehn Zentimetern die ersten Halterungen angebohrt. Befestigen Sie diese soweit wie möglich, damit ein leichtes Gefälle entsteht.

Die weiteren Halterungen bringen Sie im Abstand von 50 Zentimetern an. Anschließend werden die Rinnen vorn bündig in die gebogenen Rinnenhalter eingelegt und unter dem Rinnenwulst leicht angeschraubt. An einem Ende wird das Fallrohr angesetzt und in ein Reservoir geführt. So fangen Sie das Regenwasser auf und können es weiterverwenden. Am anderen Ende bringen Sie das Endteil an, damit das Wasser in die gewünschte Richtung läuft.

Damit keine Blätter hineinfallen und das Rohr nicht verstopft, ist ein Kunststoffgitter ideal. Es lässt sich schnell säubern und von Laub befreien.

Dachschindeln verlegen – benötigtes Werkzeug

Sie wollen neue Dachschindeln verlegen und haben das Material bereits gekauft? Legen Sie sich zusätzlich das richtige Werkzeug bereit, damit Sie alles griffbereit haben.

  • Leiter: im besten Fall eine Teleskopleiter, um das Dach problemlos zu erreichen
  • Vordeckbahnen: Dachpappe in geringerer Qualität dient dem zusätzlichen Wetterschutz
  • Bitumenschindeln: variabel in Farben und Formen
  • Kleber für Bitumenschindeln
  • Hammer und Dachpappenstifte: Nägel sind korrosionsgeschützt, der Kopfdurchmesser beträgt mindestens 9 Millimeter, ideale Länge: 25 Millimeter
  • Cuttermesser
  • Zollstock
  • Traufbleche und Regenrinnen

Schritt für Schritt: Dachschindeln richtig verlegen

Ihr Material liegt bereit, dann können Sie mit den Arbeiten beginnen. Wir erläutern Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Dachschindeln neu verlegen.

  1. Suchen Sie sich einige regenfreie Tage mit angenehmen Temperaturen. Bei großer Hitze fällt das Arbeiten auf dem Dach schwer und die Dachschindeln werden schnell weich. Regentage sind ungeeignet, da das Dach ohne die Dachschindeln noch komplett ungeschützt ist.
  2. Befestigen Sie zuerst die Traufbleche. Sie sollten einige Zentimeter von der Dachkante abstehen, damit das Regenwasser besser in die Regenrinne ablaufen kann. Reicht das Traufblech nicht für die komplette Länge, muss ein zweites zugeschnitten und überlappend aufgelegt werden. Die Bleche werden mit Dachpappenstiften festgenagelt. Traufbleche können bei einem Gartenhaus rundum angebracht werden.
    Nageln der Dachpappstifte
  3. Überprüfen Sie die Festigkeit der Abschlussbleche an den Giebelseiten. Sie bilden den Abschluss und sind der End- sowie Anfangspunkt für die Verlegearbeiten.
  4. Bringen Sie nun die Dachrinne an.
  5. Schneiden Sie sich die Vordeckbahnen zurecht. Sie sollten genau zwischen die Abschlussbleche passen. Mit dem Bitumenkleber werden sie auf der Dachkonstruktion befestigt.
  6. Nun kann die erste Bahn der Dachschindeln verlegt werden. Beginnen Sie am unteren Rand auf dem Traufblech. Verwenden Sie Biberschwanzdachschindeln, muss die erste Bahn gerade verlaufen. Die Rundungen schneiden Sie gerade mit einem Cuttermesser ab. Bei rechteckigen Dachschindeln haben Sie bereits eine gerade Kante, die Sie genau am Traufblech anlegen.
  7. Befestigen Sie die einzelnen Dachschindeln mit Bitumenkleber.
  8. Schneiden Sie die letzte Schindel in der gewünschten Länge ab und nageln Sie diese mit den Dachpappenstiften fest.
  9. Verlegen Sie rechteckige Schindeln, können Sie diese nun in den einzelnen Reihen anliegend verarbeiten. Verkleben Sie diese auf der Fläche und befestigen Sie jeweils die erste und letzte Dachschindel mit Dachpappenstiften. Ein optisch schönes Muster ergibt sich, wenn Sie die Dachschindeln versetzt anordnen.
  10. Bei Biberschwanzdachschindeln beginnen Sie die zweite Reihe mit der halben Zungenbreite. So entsteht das überlappende Design.
  11. Achten Sie beim Verlegen der Dachschindeln darauf, dass die Rundung den Klebestreifen in jeder Bahn überdeckt. Zudem sollen die Bahnen ebenfalls versetzt aufgeklebt werden.
  12. Mit den Dachpappstiften werden die einzelnen Reihen zusätzlich oberhalb der Zungen befestigt.
  13. Fahren Sie mit dem Verlegen der Dachschindeln fort, bis Sie die komplette Fläche erneuert haben. Wenn Sie ein Flachdach haben, sind damit sind Ihre Verlegearbeiten abgeschlossen.
  14. Bei einem Satteldach müssen nun die Firstschindeln verlegt werden.
  15. Beginnen Sie an der Seite, von der üblicherweise der Wind kommt.
  16. An den Zungen wird jeweils ein Dreieck mit dem Cuttermesser entfernt. Die Dachschindeln für den First werden zudem quer verlegt.
  17. Lassen Sie die einzelnen Schindeln 10 bis 15 Zentimeter überlappen und befestigen Sie jede Schindel mit zwei Dachpappenstiften.
    Zuschneiden der Firstschindeln
  18. Die letzte Schicht wird nur mit Bitumenkleber festgemacht, damit der Wind nicht darunterziehen kann.
  19. Lassen Sie das Dach gut austrocknen.
  20. Befestigen Sie zum Schluss die Regenrinnen an den Traufblechen.
Befestigung von Biberdachschindeln
Befestigung von Schindeln mit 3 Zungen

Dachschindeln bei Holzwurm Obersayn

Für ein witterungsbeständiges Dach bieten wir Ihnen im Onlineshop von Holzwurm Obersayn alle Hilfsmittel an, die Sie benötigen, um neue Dachschindeln zu verlegen. Die Bitumendachschindeln in rechteckiger oder Biberschwanzform entdecken Sie in den Farben Grau, Rot und Grün. Passend dazu finden Sie die notwendigen Dachpappstifte und den Bitumenkleber. Für die Vorbahn steht Ihnen unsere Dachpappe auf Rolle in unterschiedlichen Ausführungen zur Auswahl.

Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Gartenhaus sind, können Sie Ihren Unterschlupf im Grünen aus verschiedenen Größen wählen. Von kleinen Carports, über Kinderspielhäuser, Gerätehäuser, bis hin zu Ferienhäusern werden Sie bei uns mit Sicherheit fündig. Gern beraten wir Sie über Ihre Möglichkeiten, in Ihrem Garten einen Rückzugsort zur Entspannung zu schaffen.

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